Bavaro-World

            Fihalhohi

Reisebericht  2002

 

 
Nach einem langem Flug von Duesseldorf ( 9 ½ Stunden) sahen wir die ersten Malediveninseln. Es dauerte nicht lange und die Landebahn war in Sicht, die mitten im Meer liegt. Die Abwicklung am Flughafen ging schnell und reibungslos. Eine halbe Stunde später waren wir schon auf dem Speedboot nach Filhalhohi. Nach ca. einer Stunde  waren wir schon auf der Insel. Man reichte uns bei der Ankunft ein Tuch zum Erfrischen und eine Kokusnuß. Wir bekamen einen einstöckigen Deluxe-Bungalow mit der Nr. 5. Den Bungalow hatten wir schon von zu Hause aus per E-Mail vormerken lassen. Er lag an einem sehr schoenen Strandabschnitt unmittelbar am Meer. Nachdem wir unsere Koffer abgestellt hatten, haben wir unsere Insel erst einmal erkundet.

 

    

Beim Landeanflug

   

Strand ab Deluxe Nr 30

Die Insel ist doch größer, als wir sie  uns vorgestellt hatten. Sie hat rundherum einen schoenen Sandstrand. Wobei der Sandstrand vor den Deluxe-Bungalows Nr. 77-128 recht schmal ausfällt und einige Wellenbrecher die schöne Sicht trüben. Die Sonne ist an diesem Strandabschnitt auch eher selten zu sehen. Den schönsten Strandabschnitt findet man ca. ab Bungalow Nr. 30 aufwaerts. Dort ist der Strand sehr breit und man hat den ganzen Tag Sonne. Wir sahen bei unserem ersten Inselrundgang sehr wenig Leute am Strand, was uns ein wenig verwunderte, da man doch sehr häufig im Internet gelesen hat, daß die Insel sehr voll sein soll. Die Insel war bei unserer Ankunft zu 70-80 % ausgelastet. Es verläuft sich doch sehr.

Deluxe-Bungis  1-10

Zu den Delux-Bungalows: Sie sind sehr hübsch eingerichtet mit zwei Einzelbetten, die man zusammenschieben kann. Desweiteren findet man einen Tisch mit zwei Stuehlen und ein Sideboard mit Spiegel. Der Kleiderschrank ansich fällt etwas klein aus. Im Schrank selbst befindet sich auch der Safe, den man mit eigener Nummer öffnen und schließen kann. Das Bad ist auch sehr schoen mit Badewanne, die wir nicht genutzt haben. Ein Fön ist auch vorhanden. Das Zimmer ist sonst noch mit Klimaanlage und Kuehlschrank ausgestattet. In den Zimmern kann man sich wirklich sehr wohl fuehlen. Von der Terasse aus hat man einen sehr schoenen Blick auf das Meer, welches nur 20 Meter entfernt ist.

Deluxe-Zimmer

Wir waren sehr gespannt, wie wohl das Essen sein wird. In den ersten Tagen war das Essen echt toll und die Tage haben wir mit Relaxen und schnorcheln verbracht. Das Schnorcheln war wirklich schon traumhaft. Wir haben Moränen und eine Schildkroete gesehen, die direkt neben uns auftauchte und nach Luft schnappte. Leider ist mir erst ein Foto gelungen, als sie wieder abtauchte. Sonst sieht man Fische, Fische und noch mal Fische. Besonders süß sind die vielen Papageienfische. Mit etwas Respekt sind wir den Drückerfischen, die in der Brutzeit auch schon mal Schnorchler und Taucher attakieren, begegnet. Wie es mir (Andreas) schon in den ersten Tagen passiert ist. Ein kleiner Pikassodrücker hat mich in das Schienbein gezwickt. Trotzdem haben wir uns gewundert, wie mutig dieser kleine Fisch sein Revier verteidigt. Silke hat sich dieses Schauspiel mit einem kleinen Lächeln im Gesicht aus der Ferne angeschaut. Beim nächsten mal haben wir einen kleinen Bogen um diese Fische gemacht, die besonders häufig im Flachwasser im Bereich des breiteren Sandstrandes zu finden waren.

 

Papageienfisch

 

Schildkröte

Hinter der Riffkannte gibt es häufiger Riesendrücker (bis 75 cm groß), denen man auch mit etwas Respekt begegnen sollte. Wenn sie Brut haben, verfolgen sie Taucher und Schnorchler bis zu mehreren dutzenden Metern. Wenn Sie beißen, können sie tiefe Bißwunden hinterlassen. Die Brutzeit dieser Druecker ist immer um die Vollmond-Zeit. Viele Makrelen waren auch zu sehen, die immer wieder Jagt auf kleine Fische machten. Heute ( 04.06.02) haben wir beim Schnorcheln vom Steg aus Richtung alte Tauchschule eine Schildkroete, ein 1 ½ Meter großen Rochen, ein Kugelfisch, Moränen und Rotfeuerfische gesehen. Am Abwasserrohr etwas vor der Tauchschule wimmelt es nur so von Fischen.

Makrele ???

. Wir haben am fünften Tag unseres Urlaubs ein Schnuppertauchkurs gemacht, welcher zwar teuer (90 Dollar) aber bei Beginn eines Open-Water-Diver-Kurses angerechnet wird. Unser Schnuppertauchgang war echt aufregend. Nachdem wir einige Übungen gemacht haben (Brille ausblasen u.s.w.) sind wir am Hausriff getaucht. Wir waren ca. 30 Min. auf 12 Meter. Die erste Zeit ist man damit beschäftigt, die Tiefe zu halten. In den letzten 10 Minuten konnten wir dann schon etwas genießen. Ein Rochen, Fledermausfische und Moränen waren zu sehen. Wir haben uns fuer den Kurs entschieden, der über 5 Tage andauerte. Man macht vier Flachwasserübungen, vier Tauchgänge und vier Theorie(doppel)Stunden, bei denen es immer viel zu lachen gab, da unser Tauchlehrer Freddy einfach Klasse war.

Es geht los

Moräne

Die drei Tauchgänge am Hausriff gingen auf 10-12 Meter. Dabei wurden noch Uebungen gemacht, aber in erster Linie wurde getaucht und wir haben dabei auch einiges gesehen. Bei einem Tauchgang am Hausriff gab uns Freddy ein Zeichen, daß wir uns in einer Reihe am Seil festhalten sollten (wie in der Schule). Dann klopfte er an einen Korallenblock und eine Moräne kam heraus und Freddy streichelte sie unter dem Kopf. Das war echt sueß.
Am selbem Abend war auch unsere Theorie-Pruefung, die wir alle bestanden haben. Damit waren wir vier schon fast Taucher ( Andreas, Silke, Aggy und Alex). Um es zu vollenden, mußten wir am nächsten Nachmittag noch einen Tauchgang absolvieren. Diesmal mußten wir allerdings mit dem Boot raus, was sehr aufregend für uns war. Wir mußten bei starkem Wellengang erst einmal 15 Min. bis zu unserem Tauchplatz fahren. Als wir ankamen, war uns ein bißchen mulmig (Freddy war auch sichtlich nervös), denn der Wellengang war doch recht heftig. Jutta (Rotzlöffel) und Mike (Kugelfisch), die wir schon am ersten Tag kennenlernten (Tischnachbarn), gingen mit Steffi (Tauchlehrerin) zuerst ins Wasser. Wir sprangen dann auch alle nacheinander in die Wellen und tauchten sofort ab. Nach ca. zwei bis drei Metern merkten wir von den Wellen nichts mehr. Der Tauchgang ging auf 18 Meter ,der Tauchplatz hatte sehr schoenen Korallenbewuchs und viele Schwarmfische zu bieten. Freddy und Steffi hatten sich auch etwas für uns einfallen lassen, da wir Steffi immer geärgert haben. Während des Tauchgangs durften wir auf einmal einen toten Salamander bewundern, den Freddy aus dem Sand grub. Wir dachten alle, wie der wohl dort hingekommen sein mochte. Es war natürlich ein Plastiksalamander. Freddy holte dann eine Tafel heraus, auf der stand: Ätsch-habe ich euch dabei gekriegt, Gruß Steffi. Wir mußten so sehr lachen, was mit Atemregler im Mund nicht so einfach war. Der Spaß war groß.

Unterwasserwelt am Hausriff

Mantas am Hausriff

Am Ende des Tauchgangs mußten wir alle noch die Sicherheitsboje setzen und sind mit Mühe dann auf das Boot zurückgekehrt. Als dann alle wieder an Board waren , haben uns alle zu unserem Open-Water-Diver gratuliert, den wir jetzt alle bestanden hatten. Alles in allem war der Tauchkurs sehr anstrengend, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Ein besonderer Dank an Freddy (unseren Tauchlehrer) und natürlich auch an Alex und Aggy, wir waren echt ein tolles Team. Wir hatten mit den Tauchlehrern immer eine Menge Spaß, aber unter Wasser war grundsätzlich professionelles Verhalten angesagt. In dieser Tauchschule fühlt man sich wirklich gut aufgehoben und man kann sie nur jedem weiterempfehlen.

 einfach nur toll

Am nächsten Morgen sind wir nach dem Frühstueck wieder Schnorcheln gegangen. Vom Strand aus sahen wir eine Flosse im Wasser, wußten aber nicht, was es war: ein Hai, ein Delphin? Wir trauten uns nicht so recht dorthin, bis vom Steg jemand rief, da ist ein Manta. Unsere Freude war sehr groß, denn Mantas am Hausriff kommen sehr sehr selten vor. Es waren zwei Exemplare, der eine ca. 1 ½  bis 2 Meter und der andere ca. 2 ½ bis 3 Meter. Sie waren fast eine Stunde am Hausriff beim Bootssteg. Es war einfach gigantisch, mit diesen Tieren herumzuschwimmen und zu sehen, wie majestätisch sie sich bewegen. Am nächsten Tag haben wir gefaulenzt und geschnorchelt, was nach dem anstrengenden Tauchkurs auch nötig war.

Gigantisch

Freddy, Aggy, Alex und wir

Freddy, Steffi, Armin, Andre und wir

Am Abend haben wir ausgelassen mit Jutta, Mike, Aggy, Jens, Alex, Simone und den Tauchlehrern Freddy, Steffi, Armin unseren bestandenen Tauchkurs bei Lifemusic gefeiert. Es war ein richtig schöner Abend mit viel Tanz und guter Laune. Nachdem die Lifemusic zu Ende ging, sind wir alle bis auf die Tauchlehrer noch bis 2.15 h an den Steg gegangen. Am nächsten Tag (der letzte von Jutta und Mike) waren wir doch ziemlich angeschlagen und haben viel geschlafen. Am Morgen danach mußten wir Jutta u. Mike leider verabschieden. War sehr schade, denn wir hatten tolle zwei Wochen mit den beiden. Werden Sie bestimmt wieder sehen. Wir haben dann den Abend mit Steffi, Armin, Aggy und Jens gemütlich ausklingen lassen, da ja am nächsten Tag unser erster Tauchgang unabhängig vom Kurs anstand.

Jetzt geht es zum Steg

Wir alle am Steg

Die Nacht war sehr unruhig, wir waren sehr nervös. Es sollte ein etwas schwererer Tauchgang werden (Cocoa Tila), ein Kanaltauchgang mit an dem Tag mittlerer Strömung. Es ging morgens um 8.45 los und es dauerte mit dem Boot etwa 35 Min. bis zu unserem Tauchplatz. Steffi checkte die Strömung und gab auch uns das OK zum Tauchen. Nachdem wir dann 3 x vom Boot springen mußten, weil ich (Andreas) beim ersten Mal zu wenig Blei hatte, beim zweiten Mal den Bleigurt verlor, klappte der dritte Sprung dann reibungslos. Wir erreichten nach kurzer Zeit den Korallenblock. Er war ca. 350 m lang und lag auf einer Tiefe von ca . 15 m und tiefer. Es war einfach traumhaft. Die Ströung trieb uns mehr oder weniger schnell über den Korallenblock. Nach kurzer Zeit erblickten wir die ersten Haie (5-7), war wirklich aufregend für uns. Wir drehten uns wie die Fische gegen die Strömung, so daß wir selber abbremsen konnten. Die Korallen waren an diesem Paltz noch sehr schoen, unzählige verschiedene  Fische, z.B. die großen Napoleone und zum Ende hin sahen wir dann die riesigen japanischen Suppenschildkröten. Es waren ca. 8 Stueck in unserer unmittelbaren Nähe. Es war ein wahnsinnig toller Tauchgang, wir mußten unser Glück erst einmal verarbeiten. Wir haben es echt gepackt und haben diesen Tauchgang einfach nur genossen. Das Gefühl der Schwerelosigkeit beim Schweben über diesen Korallenblock ist gigantisch. Danke Steffi, für diesen tollen Tauchgang. Wir fuhren noch einen weiteren Tauchplatz an, dort sind wir aber nur noch geschnorchelt, auch ein sehr schöner Platz. Gegen 13.30 kamen wir uebergluecklich an unserem Hotel wieder an.
Nach dem  wir am Montag Aggi und Jens verabschiedet haben, wurde der Urlaub dann etwas ruhiger. Wir waren nun nicht mehr tauchen und sind nur noch geschnorchelt. Haben dabei aber noch einen großen Adlerrochen (2m) gesehen, war auch richtig klasse. Er war längere Zeit von uns zu sehen. Er ließ sich von uns nicht abhalten kräftig an den Korallen rum zu knabbern. Sonst haben wir das "Übliche" beim schnorcheln gesehen, mann konnzentriert sich nach einiger Zeit immer mehr auf die kleinen Dinge die es so im Wasser zu sehen gibt.

Agnes und Jens

Aggy, Jutta, Mike und wir

Wir haben die letzten Abende oft mit den Tauchlehrern Armin, Steffi, Andre und Freddy (der mittlerweile wieder nach kurzer Krankheit wieder gesund war ) gemütlich an der Bar verbracht. An unserem vorletzten Abend haben wir noch ein Candlelightdinner gemacht. Ist zwar recht kostspielig aber es lohnt sich in jedem Fall. Das Essen war ausgezeichnet und wir waren wirklich ganz alleine  am Strand und haben es wirklich genossen.

An unserem letzten abend haben wir dann alle nocheinmal bei Livemusik ein bißchen unseren Abschied gefeiert und am nächsten Morgen wurden wir dann um 10.30 Uhr von dem Speedboot abgeholt. Die Tauchlehrer haben sich auch nochmal kurz sehen lassen um sich von uns zu verabschieden. War schon echt richtig traurig als wir die Insel verlassen mußten.

Unser Fazit fällt eindeutig aus: Die Insel hat eine wahnsinnig tolle Atmosphere, es fehlte uns an nichts. Die Zimmer und das Essen waren einfach Spitzte. Der Strand und das Hausriff sind einfach nur toll, obwohl el Nino auch hier seine  Spuren hinterlassen hat. Die Tauchlehrer sind sehr bemüht auf das Riff zu achten und pflanzen jede abgebrochene Koralle wieder an und nehmen jeden Müll den sie im Wasser finden mit an Land. Die Tauchschule kann mann sowieso nur weiter empfehlen, sind alle super nett und gehen auch auf die Wünsche der Gäste ein, wenn es sich  nur machen läßt. Nochmal vielen dank an Steffi, Armin, Freddy und Andre, wir hatten eine sehr schöne Zeit mit euch. Wir haben bei unserem Urlaub auf Fihalhohi so viele nette Leute kennen gelernt, wie es in noch keinem anderen Urlaub vorgekommen ist. Auch hier wollen wir uns bei allen für die tolle Zeit bedanken, es war wirklich super mit euch..

Fihalhohi wir kommen bestimmt wieder ! 

Fortsetzung folgt hoffentlich im nächsten Jahr